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Oberste Priorität: Preiswertes Bauen für Familien

 
Bonn ( 2. 11. 17) - Um Baukosten zu reduzieren, drehen Architekten und Bauplaner an vielen Stellschrauben. Ein hoher Vorfertigungsgrad, eine ökonomische Bauweise und clevere Einbauten stehen dabei klar im Fokus der Profis.

 

Neue Systeme und eine kompakte Bauweise helfen doppelt sparen

 

 

Neue Systeme und eine kompakte Bauweise helfen doppelt sparen
Bild Nr. 6201, Quelle: SchwörerHaus/BHW Bausparkasse

In Anbetracht der hohen Grundstückspreise hat günstiges Bauen für die Deutschen oberste Priorität. Die Baubranche arbeitet daher an neuen Systemen, die dabei helfen, die Baukosten nachhaltig zu reduzieren. Eine Frage des Materials: Vielfach wird Holz für preiswertes und innovatives Bauen verwendet. Mittels neuer Bausysteme und Technologien ist dieser natürliche Baustoff für ökonomisch wie ökologisch nachhaltiges Bauen bestens geeignet. Darüber hinaus kann auch der Vorfertigungsgrad eines Neubaus zu einer erheblichen Kostensenkung beitragen. Denn ein hoher Vorfertigungsgrad erfordert nur wenige Spezialkräfte zum Aufstellen. Das reduziert nicht nur die Zahl der Gewerke auf der Baustelle, sondern auch die Bauzeit. „Baufamilien können die Baukosten erheblich reduzieren, wenn sie konsequent alle Bereiche nach Sparmöglichkeiten durchforsten“, sagt Angelika Sosnowski von der BHW Bausparkasse.

 

Kompakt gleich günstig

Dabei gelten einfache Prinzipien. So lässt sich eine kompakte Bauform mit wenigen Extras wie Erkern oder Gauben am wirtschaftlichsten realisieren – und danach auch am energiesparendsten betreiben. „Eine gute Dämmung der gesamten Haushülle und eine effiziente Haustechnik sind dabei besonders wichtig“, betont Sosnowski. Wer sparen möchte, sollte sich auch überlegen, ob für einen Keller wirklich Bedarf besteht. Auch Eigenleistungen helfen, die Kosten zu reduzieren – sofern man seine handwerklichen Fertigkeiten realistisch einschätzt.

Quelle: Postbank - 2. 11. 17

Wohnflächenberechnung – Kontrolle ist besser

 

Beim Kauf einer Immobilie ist jeder Quadratmeter Geld wert. Da gilt es, die Wohnflächen genau auszumessen. Doch konkurrierende Regelwerke führen manchmal zu unterschiedlichen Ergebnissen.

 

Hameln (22.8.17) – Zur Wohnflächenberechnung gelten derzeit zwei Regelungen: Die Wohnflächenverordnung (WoflV) und die DIN-Norm 277 „Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau“. Gravierende Unterschiede zeigen beispielsweise die Berechnungen der Terrassenflächen, Balkone, Dachgärten und Loggien. Nach DIN 277 werden sie zu 100 Prozent in die Nutzfläche eingerechnet, während sie nach der WoflV in der Regel nur zu einem Viertel, maximal zur Hälfte als Wohnfläche berücksichtigt werden.

Sonderregeln bei Wintergärten und Dachschrägen Auch hinsichtlich der Dachschrägen entstehen je nach Regelung unterschiedliche Bewertungen. Sind die Flächen darunter weniger als einen Meter hoch, fallen sie laut WoflV aus der Berechnung der Wohnfläche heraus. Ist die Dachschräge ein bis zwei Meter hoch, werden die Flächen darunter zu 50 Prozent angerechnet. Gleiches gilt für Flächen unter Treppen.

 

Nach DIN 277 jedoch finden diese Flächen zu 100 Prozent Berücksichtigung. Zudem werden nach DIN 277 keine Wohnflächen berechnet, sondern die Nutz- und Verkehrsflächen einer Wohnung. Daneben gibt es weitere Sonderregelungen für Erker, Nischen, Wandschränke, Schornsteine, frei stehende Säulen oder Wintergärten. „Die Unterschiede bei der Flächenbemessung können erheblich sein“, sagt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. „Daher sollten Immobilienkäufer einen offiziellen Gutachter zurate ziehen. Dessen Angaben haben bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung Bestand.“

 

Quelle: BHW - 22.8.17

Wo die Rendite blüht:

Gartenpflege zahlt sich aus

 

Bonn (25.7.17) -Gartenbesitzer investieren viel Zeit und Geld in die Pflege ihrer Gärten. Der Lohn für ihre Mühen: Die grüne Lunge vor der Haustür sorgt nicht nur für ein gutes Klima, sie steigert auch den Wert des Hauses.
 
Ein schöner Garten schafft in vielfacher Hinsicht ein gutes Klima

Ein schöner Garten schafft in vielfacher Hinsicht ein gutes Klima -

Foto: Gardena/BHW Bausparkasse

 

Es wird gemäht und gepflanzt in Deutschland, die Lust am Gärtnern wächst von Jahr zu Jahr. Immer öfter holen sich Gartenbesitzer professionelle Beratung oder überlassen Landschaftsgärtnern das Feld. Die Bundesbürger kauften im vergangenen Jahr für über drei Milliarden Euro Gartenausstattung und Geräte in Bau- und Gartenmärkten ein. Die Landschaftsbaubranche freute sich über einen Umsatz in Höhe von 7,5 Milliarden Euro.

 

Grüne Anlageformen

 

Lohnt es sich, so viel Geld für das bisschen Grün auszugeben? „Die Investition in eine gepflegte Gartenanlage zahlt sich nicht nur bei einem Verkauf des Eigenheims aus“, erklärt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. „Ein schöner Garten ist pure Lebensqualität für die ganze Familie.“ Bäume, Büsche und Blumen machen die Außenanlagen zu einer grünen Oase. Sonnenterrassen aus langlebigem Holz oder Naturstein verbinden Garten und Haus. „So steigern Gartenbesitzer den Wert ihrer Immobilie um bis zu 18 Prozent“, bestätigt Grimmert.

 

Natur aufs Dach!

 

Eine gute Idee ist auch die Begrünung des Dachs. Viele Kommunen und die KfW fördern Dachbegrünungen mit speziellen Programmen. Bei Flachdächern erhöht eine Bepflanzung sogar die Lebensdauer. Ob ums Haus herum oder auf dem Dach – die Grünanlage bietet steuerlich attraktive Möglichkeiten. Gartenbesitzer können jährlich bis zu 1.200 Euro für Arbeiten von Gartenspezialisten absetzen – und die wachsenden Werte entspannt genießen!

 

Quelle: BHW Bausparkasse - 25.7.17

KAUFEN ODER MIETEN – AUF DIE LAGE KOMMT ES AN!

 

Bonn (24.7.17) – Trotz steigender Preise für Wohneigentum ist Kaufen in vielen Regionen Deutschlands immer noch lohnender als Mieten. Vielerorts heißt es jedoch „Augen auf beim Immobilienkauf“, denn die Kaufpreise haben die Mieten dort weit abgehängt. Experten raten dann dazu, das Investment in eine Immobilie sehr sorgfältig zu prüfen. Das gilt sowohl für Selbstnutzer als auch Investoren, die eine Immobilie als Geldanlage nutzen wollen. Der Postbank Wohnatlas 2017, für den das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen hat, gibt einen Überblick über das regionale Verhältnis von Kauf- und Mietpreisen.

 

Entscheidend für die Bewertung eines Immobilieninvestments ist bei einer günstigen Entwicklung der Haushaltszahlen und der Einkommen in einer Region das Verhältnis der Jahresnettokaltmiete zum Kaufpreis: Wie viele durchschnittliche Jahresmieten kostet eine normal ausgestattete 100-Quadratmeter-Wohnung? Je kleiner dieser sogenannte Vervielfältiger ausfällt, umso höher die Ertragschancen – sowohl für Vermieter, die mit den Mieteinnahmen die Immobilie finanzieren wollen, als auch für Selbstnutzer, die keine steigenden Mieten mehr zahlen möchten.

 

„Wohnimmobilien zu vergleichsweise moderaten Preisen finden sich in 195 der 402 Landkreise und kreisfreien Städte“, erläutert Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH. „Dort werden für den Kauf einer Immobilie nicht mehr als rund 20 Jahresnettokaltmieten fällig, in 51 Kreisen sogar nur bis zu rund 15 Jahresmieten.“ Bundesweit reicht die Spanne von zehn Jahresnettokaltmieten im thüringischen Kyffhäuserkreis bis zu knapp 61 im Landkreis Nordfriesland, zu dem die begehrten Lagen auf Sylt gehören.

 

Große Unterschiede zwischen Stadt und Land

 

Besonders hoch in Relation zu den Mieten sind die Kaufpreise an der Küste und in einer Reihe von Kreisen in Süddeutschland. Die positive Wirtschaftsentwicklung im Süden der Republik zieht immer mehr Arbeitnehmer an, zusätzlich befeuern die niedrigen Zinsen die Nachfrage am Immobilienmarkt. Eine Sonderentwicklung gibt es an Nord- und Ostsee. Hier sind vor allem Ferienimmobilien begehrt. Die Mehrheit der Kreise, in denen die Kaufpreise bis auf das 25-fache und mehr der örtlichen Jahresmieten angestiegen sind, liegt in Bayern. Ähnlich sieht es bundesweit in den großen Städten aus, während auf dem Land im Verhältnis zu den örtlichen Mieten noch günstigere Preise zu finden sind.

 

Tabelle:

Preise für Wohneigentum in Anzahl der Jahresnettokaltmieten

Rang Stadt/Kreis

Kaufpreis in Jahresmieten

1 Nordfriesland, Landkreis

60,9

2 Aurich, Landkreis

41,4

3 Miesbach, Landkreis

38,8

4 Wittmund, Landkreis

36,9

5 Vorpommern-Rügen, Landkreis

36,8

6 Starnberg, Landkreis

35,1

7 Rostock, Landkreis

34,6

8 München, Landeshauptstadt

33,4

9 Ebersberg, Landkreis

32,8

10 Dachau, Landkreis

32,0

 

 

393. Dessau-Roßlau, Stadt

12,3

394. Sömmerda, Landkreis

12,1

395. Anhalt-Bitterfeld, Landkreis

11,7

396. Salzlandkreis, Landkreis

11,7

397. Zwickau, Landkreis

11,6

398. Goslar, Landkreis

11,6

399. Jerichower Land, Landkreis

11,5

400. Vogtlandkreis, Landkreis

10,7

401. Osterode am Harz, Landkreis

10,3

402. Kyffhäuserkreis, Landkreis

10,1

Quellen: Empirica, Berechnungen HWWI

 

Im Vergleich der deutschen Großstädte bieten Dortmund, Essen, Bremen und Hannover im Verhältnis zu den örtlichen Mieten noch vergleichsweise günstige Preise. In diesen Städten ist ein Investment in Wohneigentum also besonders attraktiv, denn die Mietpreise sind bereits relativ hoch, die Immobilienpreise dagegen noch moderat. Besonders in Bremen und Hannover haben kaufinteressierte Mieter die Chance, als Eigentümer günstiger wegzukommen. Mit rund 31 bzw. 28 Prozent verschlingen die Mieten bereits jetzt einen vergleichsweise hohen Anteil der regionalen Durchschnittseinkommen. Die Kosten für eine Baufinanzierung könnten aufgrund des niedrigen Zinsniveaus geringer ausfallen als die bisherige Mietzahlung.

 

Gemessen am Mietniveau sind die Immobilienpreise in den drei größten deutschen Städten besonders hoch. In Berlin werden für Käufer rund 29, in Hamburg 30 und in München sogar 33 Jahresnettokaltmieten fällig.

 

Tabelle:

Preisniveau in deutschen Großstädten

 

Stadt

Kaufpreis in Jahresnettokaltmieten

Anteil Kaltmiete am Einkommen*

München

33,4

44,1%

Hamburg

30,4

36,7%

Berlin

29,3

37,8%

Frankfurt am Main

27,0

40,7%

Düsseldorf

26,5

31,5%

Stuttgart

26,0

38,1%

Köln

24,6

36,5%

Nürnberg

23,9

32,3%

Leipzig

23,8

27,9%

Dresden

23,5

30,2%

Hannover**

20,8

27,9%

Bremen

19,8

30,5%

Essen

18,3

25,5%

Dortmund

18,2

27,1%

Deutsche Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern (Stand 2015)

*Anteil durchschnittliche Jahreskaltmiete für eine 70-Quadratmeter-Wohnung am verfügbaren Pro-Kopf-Jahreseinkommen des Kreises im Jahr 2016

**Region

Quellen: Empirica, Berechnungen HWWI

 

Nicht nur die Zahlen entscheiden

 

„Ob ein Immobilienkauf ein sinnvolles Investment ist, hängt auch immer von den Lebensumständen ab. Die entscheidende Frage lautet darum: Passt die Immobilie zu mir und meiner Zukunftsplanung?“, betont Georg Hoogendijk. Die Investition in Wohneigentum kann dann durchaus auch in Regionen sinnvoll sein, in denen die Immobilienpreise im Vergleich zu den Mieten eher hoch sind. Auch Bausubstanz, Ausstattung und Lage können hohe Preise rechtfertigen. „Wohnimmobilien sind zudem die einzige Form der Alterssicherung, von der man sofort profitieren kann, einfach indem man einzieht und die Lebensqualität steigert“, sagt Immobilienexperte Hoogendijk. „Für viele zahlt sich der Traum von den eigenen vier Wänden damit doppelt aus. Denn im Rentenalter mietfrei zu wohnen, bedeutet eine deutliche Erhöhung des verfügbaren Einkommens.“

 

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017

 

Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte (darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November 2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde). Im Fokus der vorliegenden Analyse stehen Kaufpreise in Relation zu den örtlichen Mieten.

 

Quelle: Postbank - 24.7.17

Augen auf bei den Nebenkosten:

 

Die Grundsteuer

 

Bonn (4.7.17) - Wer ein Haus oder eine Wohnung gekauft hat, zahlt die Grunderwerbsteuer. Dauerhaft wird vom Eigentümer dann noch die Grundsteuer abkassiert. Man sollte diese Nebenkosten im Blick haben – die Höhe kann je nach Wohnort erheblich variieren.

 

13 Milliarden Euro nehmen die Kommunen pro Jahr durch die Grundsteuer ein, so der Deutsche Städtetag. Eigentümer zahlen die „Grundsteuer B“ für den Besitz bebauter und bebaubarer Grundstücke. Als Vermieter können Eigentümer die Steuer auf ihre Mieter umlegen.

 

Keine Änderungen

„Die Grundsteuer gehört häufig zu den größten Posten bei den Nebenkosten“, erklärt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. So fallen beispielsweise für die Besitzerin einer 115 Quadratmeter großen Eigentumswohnung in Hamburg, gebaut in den 1990er-Jahren, 630 Euro pro Jahr an. Die Berechnung orientiert sich zum einen an der Größe von Grundstück, Haus oder Wohnung. Die Kommune legt zum anderen einen Hebesatz als Multiplikator fest. Hamburg erhebt derzeit 540 Prozent, Berlin ganze 810 Prozent. „Lassen Sie sich den Grundsteuerbescheid vom Verkäufer zeigen“, rät der BHW Experte. „Hat sich der Hebesatz nicht verändert, zahlen Sie den gleichen Betrag.“

 

Ausnahmen möglich

Über 60 Prozent der Städte und Gemeinden haben in den vergangenen Jahren die Grundsteuer erhöht. Schlupflöcher gibt es wenige. „Eventuell können Ausnahmen für denkmalgeschützte Häuser gelten“, sagt Neuborn. „Vermieter können bei unverschuldeten Mietausfällen Abschläge erhalten.“ Gleiches gilt, wenn Eigentümer durch städtebauliche Sanierungsarbeiten bei der Vermietung behindert werden.

 

Quelle: BHW Baussparkasse/4.7.17

Fenster - Multitalente für Energiebewusste

 

Bonn (16.5.17) - Alte Fenster lassen nicht nur Licht, sondern leider auch wertvolle Heizenergie im Übermaß passieren. Wenn dann noch die Fensterrahmen zu wenig Schutz gegen Langfinger bieten, ist es höchste Zeit für einen Austausch.

 

Der Flächenanteil von Fenstern an der Fassadenfläche liegt bei Einfamilienhäusern oft bei 25 Prozent. Eine Fenster-Sanierung nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) reduziert die Heizkosten erheblich. In den letzten 50 Jahren hat sich der sogenannte U-Wert von Fenstern um rund 75 Prozent verbessert. Er gilt als Maß für den Wärmedurchgang. Während er bei einfach verglasten Fenstern bis zu 5,8 W/(m²·K) beträgt, erreichen modernste Fenster mit Passivhausstandard einen Wert von 0,5 bis 0,8. "Etwa fünfmal mehr Wärme als über die Außenwände geht durch Fenster verloren. Daher sollten Modernisierer bei umfangreichen Maßnahmen berücksichtigen, dass sich durch dichte Fenster auch der Luftaustausch im ganzen Haus verringert", rät Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. "Wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, kann das an kühlen Wänden zur Schimmelbildung beitragen."

 

Intelligente Fenster können mehr

 

Doch auch Eigenschaften wie Schall- und Sonnenschutz, Einbruchhemmung oder die Verwendung von Verbundsicherheitsglas spielen beim Fensterwechsel eine gewichtige Rolle. Polizeistatistiken zeigen, dass beim überwiegenden Teil der Einbrüche in Einfamilienhäuser die Täter über Fenster, Terrassen- oder Balkontüren in die Wohnung gelangen. Am Rahmen montierte Nachrüstprodukte können den Schutz deutlich erhöhen. Ebenfalls bewährt hat sich der Einsatz einbruchshemmender Rollläden. Sind sie hell, eignen sie sich zudem als wirkungsvoller Sonnenschutz, der das Licht reflektiert. Kombiniert mit einer sonnenstandsabhängigen Steuerung eine perfekte Lösung für ein ideales Wohnklima. Die Zukunft wird intelligenten Fenstern gehören, deren Glas etwa als Heizung genutzt werden kann und deren Lichtdurchlässigkeit per App steuerbar ist.

 

Quelle: BHW Bausparkasse - 16.5.17

POSTBANK STUDIE: WO IMMOBILIEN

KÜNFTIG AN WERT GEWINNEN

 

Bonn (5.5.17) – Wer bereits in den eigenen vier Wänden lebt oder in nächster Zeit eine Immobilie kaufen möchte, kann in zweifacher Hinsicht profitieren: Wohnen im Eigenheim ist die einzige Form der Altersvorsorge, die man sofort nutzen und genießen kann. Darüber hinaus haben Haus- und Wohnungsbesitzer die Chance, dass sich ihr Investment in den nächsten Jahren auch finanziell auszahlt. Denn in mehr als der Hälfte der 402 deutschen Kreise und Städte können Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert ihrer Immobilie bis 2030 stabil bleibt oder weiter zulegt. Besonders Großstädte und die angrenzenden Kreise dürften auch in Zukunft zu den Regionen mit relativ hoher Wertsteigerung gehören. Dies sind Ergebnisse der Postbank Studie Wohnatlas 2017, die die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe nimmt.

 

Im Vergleich deutscher Großstädte hat München die Nase vorn. In der bayerischen Landeshauptstadt steigen die Preise laut Prognose des Postbank Wohnatlas bis 2030 jährlich durchschnittlich um 1,3 Prozent – gefolgt von Dresden mit einer Steigerungsrate von einem Prozent. „Dresden dürfte wegen seiner sehr guten Infrastruktur und einer stabilen demografischen Entwicklung als Immobilienstandort attraktiv bleiben“, erläutert Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. Die prognostizierte Wertsteigerung in der sächsischen Landeshauptstadt fällt sogar etwas größer aus als in Hamburg und Düsseldorf, wo ein Plus von 0,9 Prozent jährlich erwartet werden kann. Mit leichten Werteinbußen müssen Käufer in Essen und Dortmund rechnen und – mit Abstrichen – in Hannover, wo der gesamte Landkreis in die Untersuchung eingegangen ist. „Gerade in Regionen mit schwächerer Preisprognose ist es wichtig, den Wert der Immobilie zu erhalten oder zu steigern, indem Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden und Haus oder Wohnung energetisch auf dem neuesten Stand sind“, so Bargel.

 

Die Berechnungen für 402 kreisfreie Städte und Landkreise wurden vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) für die Postbank durchgeführt. Anhand verschiedener Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben wurde die Nachfrageentwicklung berechnet. In das HWWI-Wohnungsmarktmodell flossen sowohl die Entwicklung der Nachfrage wie auch des Angebots ein. Mit diesem Prognose-Instrument lässt sich nachzeichnen, wie sich beide Faktoren wechselseitig beeinflussen. Am Ende steht die Kaufpreisprognose für den Zeitraum 2016-2030.

 

Starker Süden mit besten Zukunftsaussichten Fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien finden Käufer in Bayern: In den zehn Regionen mit der stärksten Preissteigerung finden sich gleich sieben bayerische Kreise. Drei dieser Kreise – Erding, Landkreis München und Ebersberg – zählen zum Speckgürtel der Landeshauptstadt. Die mit Abstand höchsten Preissteigerungen sind laut Prognose in Heilbronn in Baden-Württemberg zu erwarten. In der Stadt dürften sich Wohnimmobilien bis 2030 jährlich um vier Prozent verteuern. Unter die ersten Zehn schafft es auch Potsdam mit prognostizierten Steigerungsraten von 1,6 Prozent. Interessante Entwicklungsperspektiven bieten sich darüber hinaus beispielsweise in Niedersachsen in Vechta (+1,4%) oder in Oldenburg (+1,3%), an der französischen Grenze im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (+1,5%) oder an der Grenze zu Luxemburg im Kreis Trier-Saarburg (+1,5%).

 

Trotz positiver Preisprognose sollten Kaufinteressierte ihr Investment vorab prüfen. Denn in einigen Regionen werden zwar gute oder stabile Wertentwicklungen erwartet, aber bei besonders hohen Preisen besteht das Risiko, dass Wertgewinne bereits spekulativ in die aktuellen Wohnungspreise eingeflossen sind. „Doch auch dann kann ein Eigenheimerwerb noch interessant sein, wenn die Mieten schneller steigen als die allgemeinen Verbraucherpreise und die Einkommen“, betont Bargel. „Darüber hinaus genießen Käufer den Vorteil, nach der Tilgung ihres Darlehens mietfrei wohnen zu können und damit unabhängig von der Entwicklung der Mietpreise zu sein.“

 

Investment in schwächeren Regionen

 

Angespannter ist die Situation dagegen in den östlichen Bundesländern. Die Kreise dort versprechen angesichts eines negativen Bevölkerungstrends relativ geringe Chancen auf Wertzuwächse. Ausnahmen bilden hier der Großraum Berlin sowie Leipzig und Dresden. Auch im Ruhrgebiet und im Saarland ist in einigen Kreisen mit Wertverlusten zu rechnen. „Allerdings muss das nicht zwangsläufig auf jedes Objekt zutreffen. Wer an Wohneigentum in diesen Regionen interessiert ist, sollte die jeweiligen Gegebenheiten sorgfältig abklopfen. Denn es gibt auch hier die Chance, Häuser und Wohnungen mit Potenzial zu entdecken“, sagt Bargel. „Wer unsicher ist, sollte einen Immobilienexperten zu Rate ziehen. Er kann ein Auge darauf haben, dass der Kauf der Traumwohnung auch finanziell ein Gewinn wird.“

 

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017 Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte (darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November 2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde). Im Fokus der vorliegenden Analyse steht die künftige Entwicklung des Wohnungsmarkts mit einer Kaufpreis-Prognose bis 2030.

 

Quelle: Postbank 5.5.2017

Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland 2017″: Deutsche geben für ein Eigenheim im Durchschnitt 242.000 Euro aus

 

Berlin (20.3.17) – Zwei Drittel der Deutschen finden, dass sich Wohneigentum grundsätzlich lohnt. Es leben jedoch nur 46 Prozent nach eigenen Angaben im Eigenheim – und das, obwohl sieben von zehn Regionen in Deutschland bezahlbar und wertstabil sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland 2017“, die vom Beratungsunternehmen Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult) und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) erstellt wurde. „Die Studie zeigt, dass in großen Teilen Deutschlands Wohneigentum erschwinglich ist. Umso wichtiger ist es, dass die Politik auch weiterhin den richtigen Rahmen für bezahlbaren Wohnraum setzt. Wir sehen momentan aber unterschiedliche Ansätze und vermissen Konsistenz“, sagt Uwe Sterz, Vorstandsmitglied des Verbandes der Sparda-Banken. „Auf der einen Seite möchte sich der Bund stärker an der Länderaufgabe Wohnungsbau beteiligen, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Auf der anderen Seite schlägt die Bundesregierung neue makroprudenzielle Maßnahmen vor, die die Baufinanzierung beträchtlich erschweren könnten.“
Große Bandbreite bei aktuellen Immobilienpreisen Käufer investieren in Deutschland im Durchschnitt 242.000 Euro in eine Immobilie. Das sind etwa sechs Jahresnettoeinkommen eines deutschen Durchschnitthaushalts. Erschwingliche Immobilien sind im Mittel 126 Quadratmeter groß, in Metropolen allerdings nicht mehr als 100 Quadratmeter. Eine Immobilie wird in der Studie als erschwinglich definiert, wenn ihr Preis dem durchschnittlichen Investitionsvolumen, also 242.000 Euro, entspricht. Der Quadratmeter Eigenheim kostet in Deutschland im Mittel knapp 2.000 Euro.
Regional gibt es beträchtliche Unterschiede, wie viel Platz eine erschwingliche Immobilie bietet: In den Metropolen wie München sind die Wohnungen für das Investitionsvolumen in Höhe von 242.000 Euro mit 44 m² am kleinsten. Erschwingliche Immobilien sind in Berlin (98 m2) und Köln (88 m2) sogar doppelt so groß wie in der bayrischen Landeshauptstadt. Unter den mittelgroßen Städten Deutschlands ist für 242.000 Euro die größte Wohnfläche im Osten Deutschlands in Chemnitz (261 m2) erhältlich. Im Westen Deutschlands gibt es die größten erschwinglichen Wohnungen in Gelsenkirchen (190 m2). In den günstigsten Landkreisen sind die Einfamilienhäuser im Durchschnitt überall größer als 200m2.

Zukünftige positive Entwicklung in den Metropolen und Süddeutschland

Auf Basis von vier Subindices (regionaler Attraktivität, Baubedarfsprognose, regionale Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit) wurde eine Entwicklungsprognose für den Immobilienmarkt im Jahr 2020 erstellt. Demnach werden sich die Regionen in Süddeutschland, die Ballungsräume Berlin und Hamburg sowie das Rheinland positiv entwickeln. In diesen Regionen werden Immobilien auch in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter an Wert zulegen.

 

Nicht weiter als 30 km zum Arbeitsplatz pendeln

 

Etwa jeder achte Deutsche lebt in einer der sieben Metropolen Deutschlands. Viele, die keine passende erschwingliche Immobilie in der Großstadt finden, suchen im Umland. Die repräsentative Umfrage der Sparda-Studie ergab, dass die meisten Deutschen nicht weiter als 30 km vom Eigenheim zum Arbeitsplatz pendeln wollen. Ein Blick in die Metropolen zeigt: Es gibt auch dort erschwingliche Immobilien. So müssen Pendler in Berlin für erschwingliches Wohneigentum 15 km weit pendeln. In der Bundeshauptstadt liegt der Quadratmeterpreis im Mittel bei 2.430 Euro. Hamburger müssen mit 18 km noch etwas weiter für erschwingliche Immobilien pendeln, obwohl die Stadtfläche fast 20 Prozent kleiner ist als die von Berlin. Dort kostet der Quadratmeter durchschnittlich 3.474 Euro.

Frankfurter haben im Metropolenvergleich die kürzesten Wege: Zwischen erschwinglichem Wohneigentum und City liegen etwa 12 km. Allerdings sind in allen Stadtteilen im Gegensatz zu Berlin und Hamburg die Immobilien für einen Kaufpreis von 242.000 Euro kleiner als 100m2. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet im Vergleich der drei Städte in der Finanzmetropole durchschnittlich mit 3.365 Euro am meisten. Die Studie zeigt auch, in welchen Stadtteilen der Metropolen die günstigsten Wohnflächen zu finden sind.

Außerhalb der Metropolen gibt es vielerorts erschwingliches Wohneigentum: Sieben von zehn Regionen in Deutschland sind bezahlbar und wertstabil. Das heißt, dass die Quadratmeterpreise seit 2005 nicht gefallen sind und ein durchschnittliches Eigenheim mit einer Zahlung von höchstens 30 Prozent des Jahreshaushaltseinkommens nach 20 Jahren abbezahlt werden kann.

 

Kaufen oder mieten?

 

Nur 46 Prozent der Deutschen leben nach eigenen Angeben in einem Eigenheim. Doch jeder vierte Mieter in Deutschland unter 50 Jahren plant den Kauf einer eigenen Immobilie (26 Prozent). In der Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren haben gut ein Drittel Kaufabsichten (35 Prozent). Die häufigsten Gründe gegen den Erwerb von Wohneigentum sind längerfristige finanzielle Risiken (61 Prozent) sowie die hohen Kosten (54 Prozent).

 

Vorsichtige Käufer trotz niedriger Zinsen

 

Bei einem Investitionsvolumen von 242.000 Euro müssen Käufer heutzutage 58.000 Euro weniger Zinsen zahlen als vor knapp 10 Jahren. Dennoch oder gerade deshalb sehen derzeit mehr Deutsche die niedrigen Zinsen für Kredite und Hypotheken skeptisch als noch vor einigen Jahren. Besonders unter den Deutschen, die jünger als 50 Jahre sind, verliert das Niedrigzinsniveau beim Immobilienkauf an Bedeutung: 2013 gaben noch 33 Prozent von ihnen an, den niedrigen Kreditzinsen kritisch gegenüberzustehen, in diesem Jahr liegt der Anteil bei 39 Prozent.
Zudem haben die sinkenden Zinsen dazu geführt, dass Immobilienkredite eine tendenziell längere Sollzinsbindung haben. Während die Anzahl der Kredite mit einer Zinsbindung von bis zu fünf Jahren in der vergangenen Dekade rückläufig war, wuchs die Anzahl der Kredite mit einer Zinsbindung von mehr als zehn Jahren nach Angaben der Bundesbank im gleichen Zeitraum um zwölf Prozentpunkte auf 42 Prozent. „Der typische Häuslebauer in Deutschland ist weiterhin sehr konservativ und stellt seine Finanzierung solide auf. Bei steigender Anzahl an Krediten, sehen wir eine Tendenz unserer Kunden zu längeren Laufzeiten. Zugleich liegt die Kreditausfallrate der Sparda-Banken auf historisch niedrigem Niveau“, erklärt Sterz. „Schärfere Regelungen für die Kreditvergabe bei Privatpersonen würden dem Verbraucher nicht nützen, sondern den Weg zum Eigenheim oft abschneiden. Das ist weder im Sinne der Verbraucher noch der Politik.“

 

Quelle: Verband der Sparda-Banken - 20.3.2017

Multitalent für die Altersvorsorge: die Einliegerwohnung

 

Bonn (17.1.17) - Im hellen Souterrain, unterm Dach oder als Anbau - Einliegerwohnungen schaffen neue Spielräume. Einzige Bedingung: genug Platz im eigenen Haus und ein solide aufgestelltes Baubudget.

 

Mit dem Bau und der Vermietung einer Einliegerwohnung können Hauseigentümer ihre Immobilie besser nutzen. Eine vermietete Wohnung erhöht den Immobilienwert, schafft finanziellen Spielraum und kann im Alter die Rente aufbessern. Auch steuerlich ist das Modell attraktiv. "Um als Einliegerwohnung anerkannt zu werden, muss die zusätzliche Wohnung nach Paragraf 11 des Wohnbaugesetzes gegenüber der Hauptwohnung eine untergeordnete Bedeutung haben", erläutert Isabell Gusinde von der BHW Bausparkasse. Die steuerliche Bewertung hängt davon ab, ob die Immobilie als Zweifamilienhaus oder als Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung beurteilt wird. Ein Zweifamilienhaus ist ein Haus mit zwei nahezu gleichwertigen Wohnungen, indes ist eine Einliegerwohnung im Quadratmetervergleich nachrangig. "Vor einer Vermietung sollte man einen Steuerberater konsultieren, um im Sinne der Finanzverwaltung zu handeln", so Gusinde.

 

Vermietung lohnt sich

 

Wird die Einliegerwohnung vermietet, können alle auf sie entfallenden Kosten in der Steuererklärung anteilig geltend gemacht werden. Auch Ausgaben für den Erhalt, wie Reparatur- oder Maklerkosten bei Neuvermietungen, können Vermieter von der Steuer absetzen. Vorteile ergeben sich auch in der Bauphase. So lässt sich bei einem Haus mit zwei Wohnungen die Förderung über die KfW-Bank durch das Programm "Energieeffizient Bauen" erhöhen. Den Kredit von maximal 100.000 Euro für einen energieeffizienten Neubau gibt es für jede abgeschlossene Wohneinheit.

 

Quelle: BHW Bausparkasse/Postbank-Presse 17.1.2017

Heizkosten sparen: viele kleine Tricks erzielen große Wirkung

Berlin (29.11.16) - In diesem Jahr hat der Herbst schon einige tiefe Temperaturen hervorgebracht. Nun steht der Winter vor der Tür. Neben einer regelmäßigen Wartung der Heizanlage gibt es viele Kleinigkeiten, die in der Summe einen großen Beitrag zum Senken der Heizkosten leisten können. Im Folgenden stellt der Immobilienverband IVD die wichtigsten Tipps und Tricks zusammen.

Schwachstellen abdichten
Wärme kann durch Schwachstellen wie undichte Fenster und Türen entweichen oder es kann kalte Außenluft eindringen. Bei undichten Fenstern reicht es manchmal bereits aus, die poröse Gummilippe zu erneuern. Bei Türen sind Abdichtungsleisten, die zum Beispiel mit kleinen Bürsten versehen sind, oder klassische Türvorleger hilfreich. "Sollten die Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk undicht sein, sollte man das Ausbessern der Schäden lieber einem Fachmann überlassen", erklärt Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des IVD. Die fachmännische Ausführung verhindert, dass Wärmebrücken entstehen, also Stellen, die wärmedurchlässiger sind als andere.

Für optimale Wärmeverteilung im Haus sorgen
Um Heizkosten zu sparen, sollte die Rolle der Wärmeverteilung innerhalb des Hauses nicht unterschätzt werden. Nur wenn sich die Heizkraft voll entfalten kann, kann man Energie schonend - und damit kostensparend - heizen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Heizkörper an den richtigen Stellen angebracht sind. Idealerweise werden Heizkörper an gut gedämmten Außenwänden angebracht, am besten in der Nähe oder direkt unterhalb des Fensters. Optimal wäre zudem, wenn die Breite der Heizung auch der Breite des Fensters entspricht. Auf diese Weise wird die Kältestrahlung des Fensters ausgeglichen. Die Luft kann besser im Raum zirkulieren. "Es sollte darauf geachtet werden, dass die Heizkörper nicht durch Möbel, wie Sitzgelegenheiten oder ähnliches verstellt sind. Die optimale Verteilung wäre dann nicht gewährleistet", so Jensch weiter.

Nachts Heizleistung absenken
Die Heizleistung sollte in der Nacht gedrosselt werden. "Das ist eine ganz einfache und sofort zu realisierende Möglichkeit, den Energieverbrauch zu senken. Heizkosten lassen sich so sprichwörtlich im Schlaf sparen", kommentiert Jensch. Wer die Vorlauftemperatur nur minimal senkt, kann sich bereits über einen Sparerfolg freuen. Ratsam ist auch die Anschaffung einer elektrischen Schaltuhr, über die die Temperatur heruntergeregelt werden oder auch ganz ausgeschaltet werden kann. Dies kann auch tagsüber geschehen, wenn über einen längeren Zeitraum keiner im Haus ist.

Heizung regelmäßig entlüften
Damit die Heizkörper optimale Leistung erbringen, sollten sie spätestens wenn sie anfangen zu gluckern, entlüftet werden. Sobald diese Geräusche zu hören sind, lässt die Heizkraft nämlich drastisch nach. Und das wiederum wirkt sich negativ auf die Heizkosten aus. Daher sollten die Heizkörper regelmäßig entlüftet werden. Idealerweise nimmt man die Prozedur einmal jährlich vor dem Start der Heizperiode vor.

Heizungsanlage überprüfen
Einmal im Jahr sollte man auch die Heizungsanlage professionell überprüfen lassen. "Ohne regelmäßige Kontrolle riskiert man schwere Schäden. An dieser Stelle zu sparen, kann unter Umständen sehr kostspielig werden", so Jensch. Zudem sollten Hausbesitzer selbst regelmäßig überprüfen, ob die Heizkörper Mängel aufweisen. Rost ist ein Hinweis auf undichte Stellen; Gluckern bedeutet, dass im Wasser Luftblasen enthalten sind.

 

Quelle: IVD (29.11.16)


 

Niedrige Zinsen für Anschlussfinanzierung nutzen

 

Berlin (8.11.16) - Des einen Leid ist des anderen Freud. Und die niedrigen Zinsen für die Baufinanzierung freut naturgemäß besonders Immobilienkäufer, aber auch Besitzer. Denn Haus- und Wohnungseigentümer, bei denen die alte und vergleichsweise hohe Zinsbindung in absehbarer Zeit ausläuft, können bei einer Anschlussfinanzierung von den niedrigen Zinsen profitieren.

Foto: BdB

 

Spätestens drei Monate vor Ablauf der Zinsfestschreibung erhalten Kunden ein neues Angebot ihres Baufinanzierers, angepasst an die aktuellen Marktgegebenheiten. In der Regel wird der Zinssatz derzeit zwischen etwa ein und zwei Prozent liegen. Ein Verhandlungsgespräch mit dem „alten“ Kreditgeber und ein Konditionenvergleich mit anderen Banken können sich lohnen. Ein Bankwechsel ist nach Ablauf der Zinsbindung grundsätzlich auch möglich, wobei zu beachten ist, dass für die Umschreibung oder die Neubestellung der Sicherheiten Kosten anfallen.

Wer ein Darlehen hat, dessen Zinsfestschreibung erst in ein paar Jahren abläuft, kann sich mit einem Forward-Darlehen die aktuellen Hypothekenzinsen sichern. Das ist bis zu fünf Jahre im Voraus möglich. Allerdings wird dafür ein Zinsaufschlag fällig. Wichtig zu wissen: Nehmen Sie ein Forward-Darlehen in Anspruch, müssen Sie sich auch im unwahrscheinlichen Fall weiterer Zinssenkungen an die Vereinbarung halten. Liegt Ihnen ein Kreditangebot zu viel günstigeren Konditionen vor, könnten Sie vorzeitig aus seinem noch laufenden Kredit aussteigen. Allerdings berechnet die Bank dann eine Vorfälligkeitsentschädigung. Sie sollten sich genau ausrechnen, ob die Zinsersparnis des neuen Anbieters und die zu zahlende Vorfälligkeitsentschädigung günstiger für Sie sind, als den laufenden Kredit weiter zu bedienen.

Bei den historisch günstigen Zinsen sollte die Zinsbindung möglichst langfristig angelegt sein. Denn eine Zinswende an den Kapitalmärkten würde die Kosten für geliehenes Geld in die Höhe treiben. Bei einem Kredit von z. B. 200.000 Euro würde eine Zinssteigerung um einen Prozentpunkt bereits 2.000 Euro mehr Zinskosten jährlich bedeuten, d.h. etwa 170 Euro im Monat. Gut zu wissen: Kredite mit einer Festschreibung von mehr als zehn Jahren können Sie, als Darlehensnehmer, nach zehn Jahren kündigen, die Bank dagegen ist an die vereinbarte Laufzeit gebunden.

 

Quelle: Bundesverband deutscher Banken (BdB)
 

IVD: Preise für Wohneigentum steigen

stärker als in Vorjahren

 

Berlin (18.10.16) – Die Wohneigentumspreise sind weiter gestiegen. Im Deutschland-Mittel sind 2016 die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand mit mittlerem Wohnwert um gut 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. 2015 lag die Preissteigerung in diesem Segment noch bei knapp 5 Prozent. Damit setzt sich der seit 2010 begonnene Preisanstieg auch in diesem Jahr fort. Insbesondere in den deutschen Großstädten kommt es dabei zu einer deutlich stärkeren Preissteigerung als in den vergangenen Jahren. Das sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen IVD-Preisspiegels Wohneigentum, welcher die Entwicklung der Wohneigentumsmärkte in rund 370 Städten der Bundesrepublik erfasst.

 

„Ein wichtiger Grund dafür ist die Wohnraumknappheit. Immer mehr Menschen zieht es in die Metropolen. Trotz allgemein gestiegener Bauaktivitäten gibt es eine ausgeprägte Unterversorgung im Angebot – bei immer größer werdender Nachfrage“, kommentiert Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD. Die Politik habe viel zu spät auf die sich andeutende Wohnraumknappheit reagiert. „Die Folgen dieses verschleppten Wohnungsbaus spiegele sich in den gestiegenen Preisen wieder“, so Schick weiter. Eine zentrale politische Schlussfolgerung der Analyse sei für den IVD, dass Wohneigentum stärker gefördert werden müsse. Die hohe Liquidität im Markt, die dringend Anlagemöglichkeiten sucht, sei ein weiterer Grund für die Preisanstiege. Getrieben von der Zinspolitik der EZB seien alternative Anlagemöglichkeiten unattraktiv geworden, so dass es einen noch größeren Nachfragedruck auf den Kaufmarkt gebe.

 

Deutlicher Preisanstieg bei Bestandswohnungen in Großstädten

 

In den 14 deutschen Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern sind Bestandswohnungen mit mittlerem Wohnwert im Schnitt 9,42 Prozent teurer als im Vorjahr. 2015 sind sie um 7,5 Prozent im Vorjahresvergleich angestiegen. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Bestand mit gutem Wohnwert ist in diesen Metropolen sogar noch stärker angestiegen als im Segment mittlerer Wohnwert – im Schnitt waren hier Preissteigerungen von 11,6 Prozent zu verzeichnen. Im Vorjahr lagen die Preissteigerungen in diesem Segment bei 6,6 Prozent. Auch die Preise für Eigentumswohnungen in der Städteklasse 250.000 bis 500.000 Einwohner haben kräftig angezogen. Hier zahlt der Käufer einer Eigentumswohnung im Bestand mit mittlerem Wohnwert rund 8,6 Prozent mehr als im Jahr 2015. Im Vorjahreszeitraum lag der Anstieg bei 5,5 Prozent. Mit Ausnahme der Städteklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner sind die Preisanstiege in allen Städteklassen stärker als im Vorjahr ausgefallen.

In Frankfurt sind die höchsten Preissprünge für Eigentumswohnungen im Bestand mit mittlerem Wohnwert unter den zehn größten deutschen Städten zu beobachten. Dort sind die Preise um knapp 19 Prozent auf durchschnittlich 2.200 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Die höchsten Durchschnittspreise finden sich in München. Auch dort hat ein Preisanstieg von 7,7 Prozent stattgefunden. Aktuell liegt in München der Durchschnittspreis für eine Bestandswohnung mittleren Wohnwerts bei 4.200 Euro pro Quadratmeter.

 

Stabiler Preistrend bei Neubauwohnungen

 

Im Segment der Neubauwohnungen, also erst bezogene Wohnungen, zeichnet sich hingegen ein relativ stabiler Preistrend im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. Hier sind im deutschlandweiten Durchschnitt Preissteigerungen von 6 Prozent bei Neubauwohnungen zu verzeichnen. Im Vorjahreszeitraum lag der Durchschnitt der Preissteigerungen ebenfalls bei 6 Prozent. In manchen Bereichen hat sich die Preisdynamik verlangsamt. In Städten mit 30.000 bis 50.000 Einwohnern sind etwa die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert um 5,54 Prozent gestiegen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 7,1 Prozent. Dennoch sind die Preissteigerungen insbesondere in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern mit 7,6 Prozent auf einem ungebrochen hohen Niveau. In Städten mit 250.000-500.000 Einwohnern ist der Preisanstieg sogar von 5 Prozent im Vorjahr auf aktuell 7,5 Prozent geklettert. „Hier zeigt sich, dass das Angebot die Nachfrage nicht decken kann. Insbesondere in Großstädten ab 250.000 Einwohnern ist dringend mehr Neubau erforderlich“, sagt Schick.


Die Preise für Einfamilienhäuser sind ebenfalls in fast allen Städtekategorien wesentlich stärker angestiegen als im Vorjahr, mit Ausnahme der Städte mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern. Am stärksten war die Preissteigerung bei Einfamilienhäusern in Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohner, hier lag diese bei 6,41 Prozent. Der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert und einer Größe von 125 Quadratmetern ist in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern mit knapp 400.000 Euro am höchsten.

 

Reihenhaus als günstige Alternative zum Einfamilienhaus

 

Bei Reihenhäusern mit mittlerem Wohnwert und einer Größe von rund 100 Quadratmetern haben sich in fast allen Städtekategorien die Preissteigerungen ebenfalls nochmal erhöht. Wie bei den Einfamilienhäusern bilden die mittleren Städte mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern eine Ausnahme. Hier lag der Anstieg der Preise mit 4,68 Prozent knapp unter dem Vorjahreswert. Das Preisniveau liegt auch hier in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern mit knapp 300.000 Euro am höchsten. „Die Preisniveaus lassen erkennen, dass Reihenhäuser im Vergleich zu Einfamilienhäusern eine deutlich günstigere Alternative zum Erwerb eines Eigenheims und zum Vermögensaufbau bieten“, sagt Schick.

 

Erschwinglichkeit von Wohneigentum auf historisch höchstem Niveau

 

Trotz gestiegener Preise ist die Erschwinglichkeit von Wohneigentum aktuell auf dem historisch höchsten Niveau. Das zeigt der aktuelle Erschwinglichkeitsindex des IVD. Der Erschwinglichkeitsindex setzt sich aus den Faktoren Immobilienpreise, Löhne sowie Zinsniveau zusammen und gibt Auskunft darüber, inwieweit es für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, ein Einfamilienhaus zu erwerben. Der Indexwert erreicht 2016 mit 143 einen Höchststand, vor zehn Jahren lag er noch bei unter 100. Dieser Höchststand wird vor dem Hintergrund des historisch tiefen Zinsniveaus, das unter anderem Baukredite günstig macht, sowie vergleichsweise stark gestiegener Löhne erreicht. Trotz der gestiegenen Preise für Immobilien waren Einfamilienhäuser somit noch nie so erschwinglich wie heute.
Für den IVD ergeben sich hieraus zentrale politische Forderungen für den Bundestagswahlkampf 2017. „Wir brauchen eine neue, ausgewogenere Immobilienpolitik, die nicht nur Mieterschutz, sondern auch Wohneigentumsförderung beinhaltet. Eine verstärkt eigentumsfördernde Immobilienpolitik kann nicht nur einen wichtigen Beitrag dazu leisten, städtische Wohnungsmarktengpässe zu beheben, sondern ist auch der Königsweg zu einer kapitalgedeckten Altersvorsorge. Angesichts dessen ist es eigentlich ein Skandal, dass Deutschland im europäischen Vergleich die zweitniedrigste Wohneigentumsquote hat. Hier wurde bislang eine große Chance zu mehr Eigentumsbildung zur Behebung von Engpässen auf städtischen Wohnungsmärkten und zur Vorbeugung gegen die drohende Rentenlücke verpasst“, resümiert Schick.

 

Quelle: IVD, 18.10.2016

 

 

ING-DiBa: Gestiegene Immobilienpreise lassen Deutsche kalt

 

Frankfurt/Main (5.9.16) – Während steigende Immobilienpreise in vielen europäischen Ländern Mieter und potenzielle Hauskäufer zunehmend vor große finanzielle Probleme stellen, erscheint im Vergleich dazu die Situation in Deutschland insgesamt noch recht entspannt. In 10 von 13 europäischen Ländern haben Immobilienbesitzer größere Probleme, ihre Hypothekenzahlungen aufzubringen, als in Deutschland, wo dies nur bei 12 % der Fall ist.

 

Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung der ING-DiBa unter Konsumenten in 13 europäischen Ländern sowie den USA und Australien. Auch bei Mietern ist die Lage bislang entspannt: Lediglich 17 % der deutschen Mieter haben laut eigenen Angaben Probleme, ihre Wohnkosten zu tragen – dies ist sogar der geringste Wert in der Umfrage.

Dass jedoch die steigenden Immobilienpreise langsam zu finanziellen Problemen führen, zeigt sich hingegen vor allem im Süden und Osten Europas. Vor allem in der Türkei, Italien, Spanien und Polen sowie Rumänien haben teilweise über 40 % der Befragten Schwierigkeiten, ihre Hypothekenraten oder Mieten zu zahlen.

 

Gut ein Drittel aller Wohnträume scheitert am Preis

 

Die angespannte finanzielle Lage zeigt sich nicht nur bei der Bezahlung von Mieten oder Hypotheken. So gab jeder zweite Europäer an, dass sie ihre Wohnsituation gerne verändern würden, sich das aber aufgrund der derzeitigen Hauspreise nicht leisten können. Spitzenreiter war hier Rumänien mit 73 %. Die Deutschen fühlen sich von den gestiegenen Immobilienpreisen am wenigsten eingeschränkt. Hier gaben nur 37 % aller Umfrageteilnehmer an, dass die Immobilienpreise einen Umzug in das Traumhaus unmöglich machen.

 

 

In Deutschland verschleiert der bundesweite Blick große regionale Unterschiede

 

 

Insgesamt scheint also die Situation auf dem Immobilienmarkt die deu

tschen Mieter und Hauskäufer bislang noch nicht vor große Probleme zu stellen. Zwar empfinden in Deutschland 54 % der Befragten die Immobilienpreise in ihrer Gegend als teuer oder sehr teuer – dieser Wert liegt aber noch unter dem europäischen Mittel von 60 %. Dabei ist in Deutschland die regionale Streuung allerdings sehr groß und reicht von 19 % (Bremen) bis 78 % (Berlin) in den Stadtstaaten und von 31 % (Thüringen) bis 67 % (Bayern) in den Flächenländern. Die Einschätzung „sehr teuer“ vergeben die Befragten dabei vor allem in Berlin (18 %) und Hamburg (27 %) bzw. in Hessen (19 %) und Bayern (20 %) – hier wirken sich wohl die „Hot Spots“ Frankfurt und München aus. „Auch wenn der deutsche Immobilienmarkt auf den ersten Blick noch immer sehr entspannt aussieht, so verbirgt die nationale Sicht doch große regionale Unterschiede“, meint ING-DiBa Chefvolkswirt Carsten Brzeski.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Blick auf die zukünftig erwartete Preisentwicklung – wo die Preise schon als hoch empfunden werden, werden auch die stärksten Preissteigerungen erwartet. So liegt beispielweise in Berlin und Hamburg der Anteil der Befragten, die einen starken Anstieg der Immobilienpreise erwarten, mit 27 % bzw. 28 % fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, während es in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen nicht einmal 5 % bzw. 8 % sind. Bundesweit gehen 45 % von einem leichten, 16 % von einem starken Anstieg aus. 32 % erwarten keine spürbare Veränderung und weniger als 2 % ein Sinken der Immobilienpreise.

Der größte Preistreiber bei Immobilien nach Empfinden der Deutschen ist und bleibt die Lage. 81 % der Befragten, die die Immobilienpreise an ihrem Wohnort als teuer oder sehr teuer einschätzen, nannten die Lage als einen der drei Hauptgründe – für 42 % ist es sogar der wichtigste Grund. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Bevölkerungswachstum sowie ein Mangel an Neubauten.

 

Sündenbock Draghi? Nicht für die Hauspreise

 

Angesichts der breiten Kritik, die hierzulande an der Niedrigzinspolitik der EZB geübt wird, verwundert es etwas, dass nur wenige Deutsche diese als Grund für hohe Immobilienpreise nennen: Gerade einmal 6 % halten das Zinsniveau für den Hauptgrund; insgesamt führen nur 30 % es als einen der drei wichtigsten Gründe an. Auch nach dem Effekt niedriger Zinsen auf Immobilien gefragt, vermuten nur 21 % der befragten Deutschen, dass diese die Hauspreise nach oben getrieben haben könnten. 31 % hingegen nehmen an, dass sie keinen Einfluss hatten – und ganze 42 % trauen sich keine Einschätzung zu. 2015 lag dieser Wert bei lediglich 24 %. Der Grund für diese Ergebnisse könnte darin liegen, dass 59 % nach eigenen Angaben keinerlei Finanzbildung erhalten haben – auch wenn 85 % diese für notwendig halten.

 

Die „Mama-und-Papa-Bank“ – zukünftig ein wichtiger Kreditgeber?

 

Womöglich ändert sich angesichts steigender Preise auch die Einstellung zu familiärer Unterstützung beim Hauskauf. Derzeit sind in Deutschland 38 % der Befragten der Meinung, dass Eltern ihre Kinder bei einem Hauskauf finanziell unterstützen sollten – im europäischen Durchschnitt sagen dies schon 47 %. „Die ‚Mama-und-Papa-Bank‘ erfreut sich in Deutschland noch keiner großen Beliebtheit. Bei weiter steigenden Immobilienpreisen könnte sich das in den kommenden Jahren allerdings ändern“, so Carsten Brzeski.

 

Quelle: ING-DiBa, 5.9.16

vdp-Immobilienindizes: Weiter steigende Preise bei deutschen Wohn- und Gewerbeimmobilien im zweiten Quartal 2016

 

Berlin (10.8.16) – Auch im 2. Quartal 2016 sind die Preise für deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien gestiegen. In einzelnen Segmenten hat die Preisentwicklung sogar an Dynamik gewonnen. Der auf Basis echter Transaktionsdaten ermittelte vdp-Immobilienpreisindex für den ge¬samten deutschen Markt legte von April bis Juni 2016 im Vergleich zum entsprechen¬den Vorjahresquartal um 6,7 % zu. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch ein enorm knappes Angebot an Investitionsobjekten.

 

„Die anhaltend dynamische Preisentwicklung am Immobilienmarkt hält die Diskussionen um mögliche Fehlentwicklungen aufrecht. Das ist legitim, denn die Geldpolitik ist unverändert expansiv und der Zyklus fortgeschritten“, sagt Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp. „Aktuell können wir jedoch nicht erkennen, dass der Immobilienboom durch eine expansive Kreditvergabe oder rein spekulative Motive getrieben wird. Vielmehr sind ein wachsender Zuzug in den Metropolregionen sowie die positive Wirtschafts-, Einkommens- und Kaufkraftentwicklung genauso Bestandteil der Investitionsentscheidung wie das niedrige Zinsniveau und der Mangel an alternativen Investments. Das sind viele Variablen, die sich naturgemäß ändern können. Dies gilt es, bei Investitionsentscheidungen zu beachten. Zumal der Immobilienmarkt nur träge auf Nachfrageveränderungen reagieren kann.“

 

Quelle: vdp, 10. 8. 16

 

Brexit positiv für Immobilienstandort Frankfurt

 

Mannheim (24.6.16) - Für den Immobilienstandort Frankfurt ist die Brexit-Entscheidung keine schlechte Nachricht, glaubt Primus-Valor-Vorstandsmitglied Gordon Grundler. Bereits im Vorfeld hatten sich britische Banken für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. Dank der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens, diene der Finanzplatz London vielen Banken bislang als Tor zum Geschäft mit dem Kontinent. Ein EU-Austritt könnte diese Funktion Londons obsolet machen. „Als Alternative zum Finanzplatz London kommt auf europäischer Ebene eigentlich nur Frankfurt in Frage. Wir rechnen aus diesem Grund mit einer wachsenden Nachfrage nach Geschäfts- und Wohnimmobilien im Großraum Frankfurt“, erklärt Grundler.

 

Bereits heute weise Frankfurt einen der dynamischsten Immobilienmärkte Deutschlands auf. „Die Brexit-Entscheidung wird einige Unternehmen aus der Finanzindustrie nach Frankfurt locken. Deren Angestellte benötigen auch Wohnraum“, konstatiert Grundler. Dieser sei in Frankfurt ohnehin knapp. Bereits während der vergangenen Jahre habe sich der Einzugsbereich Frankfurts zunehmend vergrößert. Viele Menschen pendeln aus Darmstadt, Mannheim, Hanau oder gar Wetzlar in die Finanzmetropole. „Der Bedarf an attraktiven Wohnimmobilien in und um Frankfurt wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Entscheidung zum EU-Austritt dürfte diesem Trend einen zusätzlichen Schub geben“, glaubt Grundler, dessen Primus Valor AG während der vergangenen Jahre mehrfach im Großraum Frankfurt investiert hat.

 

Über Primus Valor:

Die Primus Valor AG blickt auf eine langjährige Erfahrung in Kauf, Entwicklung und Verkauf von Immobilien zurück. Das Mannheimer Emissionshaus hat es sich zum Ziel gesetzt, Anlegern innovative Investitionsformen im Bereich der Immobilien zu bieten, die bislang institutionellen Investoren vorbehalten waren. Die hauseigene Objektverwaltung betreut derzeit über 1.400 Wohneinheiten.

 

Quelle: Primus Valor AG, 24.6.16

 

Interhyp: Zinsen für Immobilienkredite auf Allzeittief bei rund 1,3 Prozent

 

München (16.6.16) – Die Abstimmung über den möglichen EU-Austritts Großbritanniens (Brexit) in der kommenden Woche führt dazu, dass Anleger vermehrt in deutsche Staatsanleihen investieren. Deren Renditen, die ein wichtiger Indikator für die Bauzinsen sind, sind nun erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik unter die 0-Prozent-Marke gefallen. In Kombination mit der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen laut Interhyp in Folge auf rund 1,3 Prozent verbilligt. Nach Angaben des führenden Vermittlers privater Baufinanzierungen bewegen sich die Konditionen damit auf Niveau des historischen Allzeittiefs vom Frühjahr 2015.


„Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands führt in Verbindung mit den moderaten Konjunkturaussichten im Rest Europas und dem von vielen Investoren gefürchteten Brexit zu Negativrenditen bei deutschen Staatsanleihen und damit zu günstigen Refinanzierungsbedingungen bei den Banken“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Außerdem hält das von den Zentralbanken vorgegebene Zinsumfeld die Konditionen tief. Die EZB hatte auf ihrer geldpolitischen Sitzung im März 2016 den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Zudem bekräftigten die Notenbanker Anfang Juni angesichts deflationärer Tendenzen die Fortsetzung ihrer lockeren Geldpolitik.

Trotz der Billigzinsen reagieren Immobilienkäufer bei der Kreditaufnahme laut Interhyp weiterhin besonnen. „Die Mehrheit der Immobilienkäufer nutzt die niedrigen Konditionen, um möglichst hohe Tilgungen zu vereinbaren und den Schuldenabbau voranzutreiben“, sagt Goris.

 

Langfristig steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit für etwas höhere Zinsen, wie das jüngste Interhyp-Bauzins-Trendbarometer ergeben hat. Ausschlaggebend ist dabei zunächst die Ankündigung der amerikanischen Notenbank, den Leitzins dieses Jahr anzuheben. Doch auch eine nachlassende Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen könnte die Zinsen für Immobiliendarlehen leicht klettern lassen. Goris: „Die Renditeniveaus sind niedrig und werden grundsätzlich niedrig bleiben. Selbst wenn sich Baugeld in den nächsten Monaten etwas verteuern sollte – wirklich teuer wird es nicht.“

 

Quelle: Interhyp, 16.6.16

 

BHW-Studie empfiehlt: Modernisierungsstau vermeiden

 

Bonn (31.5.16) - Kommt das Haus in die Jahre, sollte man rechtzeitig vorgesorgt haben. Denn wenn ein Sanierungsstau aufgelaufen ist, kann es teuer werden. Das zeigt eine neue Studie der BHW Bausparkasse. 42 Prozent der 50- bis 59-jährigen Haus- und Wohnungsbesitzer machen sich deshalb Sorgen wegen des Modernisierungsbedarfs ihrer Immobilie.

 

Wenn Fassade, Heizung oder Fenster dringend zu sanieren sind, schlagen Nebenkosten empfindlich auf die Haushaltskasse. Jeder zweite Eigentümer befürchtet steigende Betriebskosten für Gas oder Öl. Genauso vielen wachsen wegen der Folgen eines Wertverlusts graue Haare.

 

Warten kostet Geld

 

1995 legte der Gesetzgeber erstmals verbindliche Energiesparmaßnahmen fest, die immer weiter verschärft wurden. Wer damals gebaut hat, dürfte heute über 50 Jahre alt sein. In dieser Altersgruppe denken mit 42 Prozent besonders viele Eigentümer mit Sorge an anstehende Modernisierungen. Dr. Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse, rät, die Initiative zu ergreifen: "Am kostspieligsten ist es zu warten. Wer sein Modernisierungsprojekt überlegt angeht, wird auf lange Sicht profitieren." Ein Sachverständiger kann das Sparpotenzial berechnen. "Häufig ist es empfehlenswert, in mehreren Stufen zu erneuern", so Koschate. Auch Einzelmaßnahmen werden mit staatlichen Geldern gefördert. Immobilienbesitzer tun gut daran, für nötige Investitionen vorzusparen.

 

Clever modernisieren

 

Laut BHW Studie haben 23 Prozent der Eigentümer vor bis zu zwei Jahren in energetische Maßnahmen wie Dämmung oder Heizungstausch investiert. Bei 22 Prozent liegt der Punkt zwischen zehn und 20 Jahren zurück. Sieben Prozent haben länger als 20 Jahre auf eine Sanierung verzichtet. Die Folge sind unnötige Energieausgaben: Nach Branchenerhebungen sind 70 Prozent der Heizungen nicht mehr auf dem aktuellen Stand.

 

Quelle: BHW, 31.5.16

 

 

Postbank: Die niedrigen Zinsen bleiben

 

Bonn (18.5.16) - Die Zinsen für Geldanlagen und für Kredite ­bewegen sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Und das wird vorerst auch so bleiben. Wie beeinflusst die Europäische Zentralbank diese Entwicklung und wann können Verbraucher wieder mit steigenden Zinsen rechnen?

Bild Nr. 1365, Quelle: Postbank
© Jochen Manz

 

Während sich Kreditnehmer über den Tiefstand von Zinsen für Kredite freuen, ärgern sich Anleger über eine Minirendite für Einlagen auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten – der aktuellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sei Dank. Sie will mit ihrer Politik vor allem die Inflation im Euroraum beeinflussen. Eines ihrer Instrumente ist der Leitzins. Dies ist der Preis, den die EZB von den Banken verlangt, wenn sie ihnen Geld leiht. Die EZB senkt diesen Zins – aktuell sogar auf null Prozent – damit das günstige Geld bei Unternehmen und Verbrauchern ankommt, sie es in die Wirtschaft investieren beziehungsweise konsumieren und damit Wachstum und Inflation ankurbeln. Aufgabe der EZB ist es, für ein stabiles Preisniveau zu sorgen. Sie selbst sieht das Ziel bei einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent erreicht. Im vergangenen Jahr lag die Rate in Deutschland bei nur 0,3 Prozent. Darüber hinaus kauft die EZB massiv Pfandbriefe, Staats- und andere Anleihen auf, um ihre Ziele zu erreichen.

Keine Änderung vor 2018

"Hinsichtlich kurzfristiger Geldanlagen sowie Krediten mit kurz- bis mittelfristiger Zinsbindung hat die Geldpolitik der EZB einen großen Einfluss", erläutert Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. "Die Auswirkungen der EZB-Maßnahmen auf die Zinsen für langfristige Kredite, wie zum Beispiel Immobiliendarlehen, sind geringer, da sich diese wesentlich an den Kapitalmarktzinsen orientieren. Die Geldpolitik ist hierbei nicht der einzige Faktor, der auf die Zinsen einwirkt. Auch Inflations- und Konjunkturerwartungen sowie der Wettbewerb unter den Banken bestimmen diese Entwicklung." Ist eine Trendwende bei Anlage- und Darlehenszinsen in Sicht? Dr. Bargel verneint dies: „Die EZB hat ihr Anleiheankaufprogramm bereits bis mindestens März 2017 verlängert. Erst nach Auslaufen dieses Programms dürfte sie sich frühestens Gedanken über eine Anhebung der Leitzinsen machen. Da wir auch in 2017 noch mit einer niedrigen Inflation rechnen, halte ich einen Kurswechsel in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank vor 2018 für unwahrscheinlich. Bis dahin werden sich die Zinssätze für Bankeinlagen, die Renditen am Kapitalmarkt und damit auch die Konditionen für Immobilienfinanzierungen weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau bewegen.“ Gute Nachrichten für Häuslebauer und Kreditnehmer, schlechte Nachrichten für alle Anleger, die chancenreiche Anlageformen scheuen. Laut aktueller Postbank Umfrage haben nur knapp neun Prozent der Deutschen aufgrund der niedrigen Zinsen Geld aus niedrig verzinsten Anlageformen in chancenreichere umgeschichtet. Knapp 14 Prozent geben an, dass die Zinsen keinen Einfluss auf ihre Anlageentscheidung haben.

 

Quelle: Postbank, 18.5.16

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